Gewürze – Welche Gewürze haben welche Wirkung

Gewürze dienen nicht allein dazu, den Speisen Geschmack zu geben, sondern sie haben auch gesundheitsfördernde Eigenschaften. Sehr oft wird die Meinung vertreten, dass Gewürze durstig machen, dies trifft bei wohl dosierter Anwendung keinesfalls zu. Viel zu oft wird Salz verwendet, ein Zuviel an Salz macht durstig und bindet Wasser im Körper. Zuviel Wasser im Körper belastet den Kreislauf, bringt den Stoffwechsel durcheinander und schadet der Figur.

Ich möchte Ihnen in meinem Beitrag aber nicht aufzählen, welche Gewürze welcher Speise den letzten Pfiff geben, das können Sie auf der Beschreibung der Gewürze nachlesen. Wir werden die Gewürze ausschließlich vom gesundheitlichen Standpunkt her betrachten.

Anis:  ist wirksam gegen Husten, da Krampf- und schleimlösend

Basilikum: wirkt beruhigend auf den Magen

Beifuß fördert die Verdauung fetter Speisen z.B. Gänsebraten

Bohnenkraut beseitigt die blähende Wirkung von Hülsenfrüchten und Kohl (deshalb nicht nur bei Bohnen verwenden)

Borretsch wirkt entzündungshemmend, appetitanregend und regt den Stoffwechsel sowie die Hormonproduktion an und gilt auch als stimmungsausgleichend. Er weckt die Lebensgeister und wird als Mut- und Fröhlichmacher bezeichnet. Borretsch wird angewendet zur Wundheilung, gegen Gemütsverstimmungen und bei nervöser Herzschwäche.

Cayennepfeffer belebt den Kreislauf, doch nur sparsam anwenden, da es sehr scharf ist.

Curry fördert die Speichelbildung und den Gallenfluss, wirkt also verdauungsfördernd und hat desinfizierende Eigenschaften.

Dill ist blähungstreibend und verdauungsfördernd.

Estragon regt den Appetit an

Fenchel hilft gegen Blähungen, besonders als Tee.

Ingwer regt die Verdauung an, da er die Magenschleim- und Magensäuresekretion ebenso verstärkt wie die Speichelabsonderung. Er regt die Darmmuskulatur und damit die Darmperistaltik an, wirkt daher blähungstreibend, hemmt die Blutgerinnung, verdünnt das Blut, senkt den Cholesterinspiegel und kann so einem Herzinfarkt vorbeugen. Er soll schweißtreibend wirken, Blutstagnation beseitigen und allgemein anregend sein. Außerdem ist er wirksam gegen Übelkeit und Erbrechen und regt den Stoffwechsel an.

Kardamon wirkt leicht antibiotisch, schleimlösend, stoffwechselanregend, appetit- und verdauungsfördernd, blähungstreibend und regt das Herz und die Milz an. Er überdeckt Mundfäulnis und Knoblauchgeruch und entgiftet angeblich das Koffein im Kaffee.

Knoblauch beugt der gefürchteten Arterienverkalkung vor, senkt den Blutdruck und tötet Bakterien ab außerdem verhindert es Gärungen im Darm.

Kümmel wirkt kräftigend auf Magen und Darm und regt die Verdauung an. Hilft bei Blähungen und Magenkrämpfen.

Liebstöckel ist harntreibend

Lorbeer macht schwere Speisen leichter verdaulich

Majoran sollte alle fetten Speisen würzen denn er fördert die Verdauung und hilft bei Durchfällen.

Meerrettich wirkt harntreibend und verhindert Gärungen im Darm.

Oregano hat antibakterielle und desinfizierende Eigenschaften, wirkt gärungswidrig, blähungstreibend und durch die Stimulation von Magensaft- und Gallenabsonderung sogar verdauungsfördernd.

Paprika regt den Stoffwechsel an, fördert die Speichelbildung und damit die Verdauung.

Petersilie enthält viel Vitamin C, wirkt harntreibend und günstig auf die Verdauung.

Pfeffer ist appetitanregend und verdauungsfördernd, regt Speichel- und Magensaftabsonderung an und stimuliert die Darmzotten, wirkt antibakteriell, hemmt den Verderb von Nahrungsmitteln. In der indischen Medizin wird Pfeffer häufig bei Erkältungen, Bronchialhusten, verdorbenem Magen, Durchfall und kolikartigen Bauchschmerzen verwendet, da es lokal schmerzstillen wirkt.

Rosmarin beruhigt das Herz und die Nerven, regt den Stoffwechsel an.

Salbei hat entzündungshemmende, antibakterielle und pilztötende Eigenschaften, er ist appetitanregend und blähungstreibend, löst Krämpfe im Magen-Darm-Bereich und fördert die Fettverdauung. Er hemmt den Verderb von Nahrungsmitteln und vermindert den Speichelfluss, wirkt schweißhemmend und erleichtert das Abstillen.

Schnittlauch wirkt desinfizieren, appetitanregend, verdauungsfördernd und blutdrucksenkend. Wird in der Volksmedizin als Mittel gegen Würmer eingesetzt.

Senf mach fettes Fleisch und fette Wurst leichter verdaulich, er fördert auch die Gallenproduktion

Thymian ist ein ausgezeichnetes natürliches Beruhigungsmittel, wirkt krampflösend und verdauungsfördernd.

Wacholder hilft bei Appetitlosigkeit, Sodbrennen und Blähungen außerdem wirkt er harntreibend

Zwiebel regen die Magen- und Darmtätigkeit an und verhindern Gärungsbildung im Darm.

 

Jetzt könnt ihr die Gewürze gesundheitsbewusst einsetzen, das kommt nicht nur dem Geschmack der Speisen, sondern auch eurer Gesundheit zugute.

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