Margarine und Butter

Butter und Margarine – eine immer wieder gestellte Frage

Butter galt lange Zeit als Übeltäter für Cholesterin. Die Margarine wurde  währenddessen als pflanzliches Fett hochgelobt. Heute noch wird sie in der Werbung als sehr gesund beworben.

Cholesterin aus der Nahrung beeinflusst den Cholesterinspiegel recht wenig. Außerdem sind nicht alle pflanzlichen Fette gesund.

Butter besteht dennoch aus gesättigten Fettsäuren und auch diese haben keinen guten Ruf. Die Margarine stößt aufgrund ihrer Transfettsäuren immer wieder auf Kritik.

Was ist nun gesünder? Butter oder Margarine?

Wir wollen die Butter aus rein ernährungsphysiologischer Sicht bewerten. Butter von Weidetieren wird aus Sahne der Kuhmilch hergestellt. Diese wird pasteurisiert, auf circa 30 Sekunden lang auf etwa 75 Grad erhitzt, um schädliche Mikroorganismen abzutöten.

Sie wird aber nicht homogenisiert. Bei der Homogenisierung werden die Milchfette unter hohem Druck in winzig kleine Partikel gesprengt, um das Aufrahmen der Milch zu verhindern. Wäre die Milch homogenisiert, könnte man keine Butter mehr herstellen.

Zu empfehlen ist natürlich Rohmilchbutter, denn sie stammt aus nicht pasteurisierter Milch bzw. Sahne. Sie wird aus Rohmilch gewonnen und stellt die natürlichste Form der Butter dar. Ihr Vitalstoffgehalt sowie die Enzyme und die Fettstruktur bleiben unverändert.

Butter enthält so gut wie keine Lactase und auch kaum Milcheiweiß. Sie wird im allgemeinen auch von Menschen mit Laktoseintoleranz gut vertragen.

Wie sieht es aus mit dem Cholesteringehalt?

Bezüglich Cholesterin weiß man heute, dass der Cholesteringehalt der Ernährung nicht zwingend zu einem erhöhten Blutcholesterinspiegel führen muss. In einer Studie der Ohio State University wirkte sich sogar der täglich Verzehr von 60ml Ghee (Butterschmalz) sehr positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Ghee Butter bringt nach Auskunft der Forscher  höchstwahrscheinlich entzündungshemmende Wirkung mit sich. Sie soll  dem Körper dabei helfen, den Cholesterinspiegel zu regulieren.

Wie schädlich sind die gesättigten Fettsäuren?

Nicht nur das Cholesterin sondern auch die gesättigten Fettsäuren sind  ein Risikofaktor für Herzkrankheiten. Butter besteht nicht ausschließlich aus gesättigten Fettsäuren, sondern nur zu 50%. Weitere 25 Prozent sind einfach ungesättigte Fettsäuren, die man aus dem guten  Olivenöl her kennt. Wird die Butter in üblichen Mengen verzehrt, kümmert das den Cholesterinspiegel kaum. Butter liefert in kleinen Mengen auch die Mineralstoffe Calcium, Magnesium und Eisen. Auch Vitamine sind in der Butter in geringen Mengen vertreten und sie wirkt entzündungshemmend.

Butter ist also keinesfalls ungesund, wer Butter essen möchte, sollte aber Butter aus biologischer Landwirtschaft kaufen. Sie sollte von Weidetieren stammen, empfehlen kann ich entweder Süssrahm- oder Sauerrahmbutter.

Margarine:

Während in Butter nur Milchfett enthalten ist, kann Margarine aus den unterschiedlichsten Fetten und Zusatzstoffen zusammengemischt werden. Diese Zutaten müssen noch nicht mal pflanzlich sein. In Margarine können auch tierische Bestandteile enthalten sein.

Achte deshalb auf die Inhaltsstoffe in der Margarine. Kaufe keine Margarine auf der die Inhaltsstoffe der Öle nicht angegeben sind. Sind als Inhaltsstoffe pflanzliche Fette und Öle enthalten, dann solltest du die Finger davon lassen.

Anhand der Inhaltsstoffe kannst Du erkennen, dass sehr viele Zusatzstoffe, Säuerungsmittel, Farbstoffe, Aroma, Konservierungsstoffe enthalten sind. Das klingt nicht einladend und deshalb sollten wir die Margarine aus unserem Speiseplan entfernen.

Herstellung der Margarine

Bei der Herstellung der Margarine werden die Fette raffiniert und gehärtet. Zudem wird das dazu verwendete Öl auf über 200 Grad erhitzt. Margarine ist folglich ein sehr stark behandeltes, industriell verarbeitetes Produkt. Aus diesem Grund kann es sich hier nicht um ein gesundes Fett handeln.

Mein Tipp: Verwende Butter und entsorge die Margarine aus deinem Kühlschrank, lass Dich von der Werbung nicht verwirren.

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