Monomahlzeiten – Was ist das?

Monomahlzeiten – Was ist das?

Wir kennen das alle: Wir kommen nach 2-3 Wochen Urlaub mit der Familie wieder nach Hause. Zwei Koffer und eine große Reisetasche randvoll mit schmutziger Wäsche. Wir kippen alles in die Waschküche und was machen wir dann?

Richtig, wir sortieren die Wäsche nach den unterschiedlichen Farben bzw. Waschtemperaturen 90 Grad, 60 Grad und 30 Grad. Genau das, was uns bei der Wäsche so selbstverständlich von der Hand geht, müssen wir auch mit unserer Nahrung machen. Wir trennen Eiweiß, Kohlenhydrate und Obst. Diese Nahrungsmittel benötigen ebenso ein unterschiedliches Verdauungsprogramm wie die Wäsche die verschiedenen Waschprogramme braucht.

Kämen Sie auf die Idee, einfach den ersten Koffer zu öffnen, wahllos die Waschmaschine vollzustopfen, eine mittlere Temperatur einzustellen, irgendein Waschmittel einzufüllen und die Maschine zu starten? Nein, das fiel uns im Traum nicht ein. Sicherlich hätten wir anschließend sauber gewaschene Wäsche, aber ob wir mit dem Ergebnis zufrieden sind? Die weiße Wäsche ist rosa, die Seidenbluse ist ruiniert, die Pullover sind eingelaufen!

Wenn wir unsere Mahlzeiten wahllos in uns hineinschieben, muss das Verdauungsergebnis nicht ähnlich chaotisch ausfallen? So wie die Wäsche ihre spezielle Temperatur, ihr Waschmittel und ihr Programm benötigt, so brauchen auch die verschiedenen Nahrungsmittel ihr spezielles Verdauungsmilieu.

Die Wäsche mit Temperatureinstellung 60 Grad sortieren wir noch weiter in Oberhemden, Blusen, Tischwäsche waschen wir mit einem Programm für pflegeleichte Wäsche und geben Wäschesteife in das letzte Spülwasser. Handtücher und Unterwäsche hingegen bekommen extra einen Weichspüler. Bei der 30 Grad Wäsche waschen wir die Sportsachen nicht mit den schwarzen Socken und den pinkfarbenen Sweatshirts. Je einheitlicher das Waschgut ist, umso besser wird das Waschergebnis ausfallen.

Was bedeutet das für unsere Ernährung?

Je einheitlicher die konzentrierten Nahrungsmittel sind, die wir in einer Mahlzeit zu uns nehmen, umso besser läuft der Stoffwechsel ab. Das heißt, wenn ich statt der Grillplatte mit Schweinefleisch, Kalbsleber und Rindersteak (also 3 verschiedene Eiweißsorten) nur Lammkoteletts esse, vereinfache ich die Verdauung und erziele damit ein besseres Ergebnis.

Das heißt aber auch, wenn ich statt Reibekuchen mit Schwarzbrot (2 verschiedenen Kohlenhydrate) nur ein reines Kartoffelprodukt esse, helfe ich dem Stoffwechsel.

Kennt ihr noch mehr vermeidbare Kombinationen mit gemischten, konzentrierten Kohlenhydrate oder Eiweißen?

  • Reis mit anderen Getreidesorten gemischt
  • Reste Nudeln mit Kartoffeln braten
  • Brot zu Kartoffelsalat
  • Salat mit Thunfisch, Ei und Schinken
  • Salat mit Ei, Käse und Schnitzel
  • Frikadelle aus gemischtem Hackfleisch

Diese Empfehlung der möglichst einheitlichen Monomahlzeiten bezieht sich auf die konzentrierten Nahrungsmittel. Gemüse und Salate, die wir zu oder besser noch vor den konzentrierten Nahrungsmitteln essen, unterstützen einen guten Stoffwechsel noch. Also achten wir bei der Zusammenstellung unseres Wochenplanes darauf, dass wir die konzentrierten Nahrungsmittel möglichst wenig mischen.

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