Zucker und Gesundheit

Zucker und Gesundheit

Zucker, Nein Danke!

Was ist das ?

  • Weiß wie Schnee
  • Rein wie die Unschuld
  • Süßer als süß
  • Unbegrenzt haltbar
  • Wir essen es in Mengen, obwohl wir es nicht pur zu uns nehmen?

Richtig – DER ZUCKER!

Rund 45 Kilogramm raffinierten Zucker nimmt der durchschnittliche Verbraucher jährlich zu sich, das sind 25 Teelöffel täglich.

Fabrikzucker begegnet uns nicht nur in Schokolade, sondern auch in Säuglingsnahrung, Kindertee, Limonade, Kondensmilch, Müsli. Auch in Tomatenketchup, Wurst, Kartoffelpuffer, Fruchtnektar, Salatsoße, Gewürzen, Fertiggerichten und auch in Sekt kommt Zucker vor. Es heißt Zucker sei ein wichtiges Grundnahrungsmittel, das uns mit Energie versorgt. Stimmt das wirklich?

Benötigen wir überhaupt den reinen Zucker zu unserer Energieversorgung?

Nein, der Zucker, der unseren Organismus mit Energie versorgt, heißt Glucose (Blutzucker) und wird vom Körper in genügender Menge aus der normalen ungesüßten Nahrung bezogen. Er nimmt sich den Zucker aus dem Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis usw.

Mit dem Fabrikzucker, der auf gesundheitsschädliche Art unser Leben versüßt hat dieser Blutzucker wenig zu tun. Leider ist unser Geschmacksempfinden nicht immer natürlich, sondern oft genug von frühester Kindheit an vorprogrammiert. Schon im Babyalter wird mit der Programmierung auf „süß“ begonnen, beispielsweise wie eben genannt im Kindertee oder Kinderbrei, diese enthalten alle Fabrikzucker.

Die Werbung versucht uns aber etwas anderes zu suggerieren, nämlich dass Zucker ein echtes Naturprodukt ist und deshalb natürlich und gesund.

Zucker und Gesundheit

Zucker wird zwar zu 100 Prozent aus Pflanzen gewonnen,  aber das heißt noch lange nicht, dass es auch gesund ist. In Wahrheit ist der Fabrikzucker eine chemisch reine Substanz, der über 99% aller sonstigen Stoffe entzogen worden sind. Ursprünglich wurde der Zucker nur aus Zuckerrohr gewonnen, mittlerweile ist die Zuckerrübe, eine Abart der Runkelrübe, der Hauptlieferant. Sie gilt als leistungsfähigste Kulturpflanze und es werden im Durchschnitt 48 Tonnen pro Hektar geerntet.

Klar, dass bei solchen Rekordernten auch die chemische Düngung eine große Rolle spielt. Es werden chemische Mittel gegen Unkraut, Ungeziefer und Pilzbefall gleich mit der Saat in den Boden gegeben und auch später noch rieseln sie in großen Mengen auf die Felder nieder. Nach der Ernte der Zuckerrübe und einem langen fabrikatorischen Prozess, indem die Rübe mehrfach erhitzt, abgekühlt, mit Kalk und Kohlensäure versetzt worden ist, ist das Endprodukt der raffinierte Zucker.

Deshalb sollte der raffinierte Zucker gemieden werden, er ist indirekt an folgenden Krankheiten beteiligt: Karies, Gebissverfall, viele Stoffwechselerkrankungen wie Fettsucht, Diabetes, Leberschäden, Gallensteine, Nierensteine, Gicht. Ferner auch Rheuma, Arthritis, Arthrose, Verstopfung, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, sogar Herzinfarkt, Schlaganfall und sogar Krebs. Das sind noch lange nicht alle Krankheiten, sondern nur einige im Überblick.

Zucker, die Droge fürs Volk

Oft belohnen wir uns mit Schokolade, Kuchen, Teilchen, Pudding, Joghurt usw…..alles was viel Zucker enthält. Sie können das gleichstellen mit Drogen wie Kokain und Heroin. Kennen Sie das Gefühl nach dem Mittagessen noch Lust auf etwas Süßes zu haben, genau das ist diese Sucht, die uns Leptin resistent macht. Forscher der Princeton Universität in New Jersey/USA haben die „Droge“ Zucker an Ratten nachgewiesen, indem sie diese eine Zeit lang mit Zucker gefüttert haben. Danach wurde der Zucker weggelassen. Die an Zucker gewöhnten Tiere hatten danach extreme Entzugserscheinungen, sie litten unter Zittern, Zähneklappern, Ängste.

Ein Diabetiker bekommt auch das Zittern und Schweißausbrüche, wenn der Zuckerspiegel sinkt.

Bei einer gesunden, vollwertigen Ernährung auf der Basis, die wir Ihnen an Hand unserer Ernährungspläne zeigen ist es wichtig, naturbelassene Lebensmittel ohne isolierte Kohlenhydrate zu bevorzugen. Dann reguliert sich auch unser Blutzuckerspiegel wieder selbst. Sie fühlen sich satt und ausgeglichen. Sie bleiben leistungsfähig und können sich richtig auf die Aufgaben Ihres Lebens konzentrieren.

ABER: Es gibt süße Alternativen zum raffinierten (isolierten) Zucker.

Mehr dazu im Beitrag: „Gesunde Alternativen zu Zucker“

Zum übergeordneten Themenbereich: Was ist gesunde Ernährung